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Leben
hinter Masken
Der Clown setzt die Maske auf und bringt die
Leute mit dem Unsinn den er macht zum Lachen.
Hinter der Maske ist der Clown aber unglücklich
und trinkt deswegen. Er ist unglücklich, weil er
nicht er selbst sein kann.
So geht es uns im Leben oft. Wir verstecken uns
hinter Masken und verbergen unsere wahren Gefühle
und Gedanken vor der Umwelt. Wir lachen, wenn uns
nicht zum Lachen ist, wir tun, obwohl wir von diesem
Tun nicht überzeugt sind. Wir leben so, wie wir denken,
dass es von uns erwartet wird, oder wir verstecken uns
aus Angst, als das erkannt zu werden, was wir wirklich
sind. Menschen sind wir, mit Stärken und Schwächen.
Da wir empfindsam sind, und vielleicht schon oft verletzt
worden sind, suchen wir Schutz hinter einer Maske, die unsere Schwächen
verbirgt und die Gefühle unterdrückt. Das ist eine ganz
normale Reaktion, man vermeidet, was Schmerzen bereiten kann.
Die Maske kann aber mit den Jahren zu einer wahren Rüstung
werden, aus der wir dann eines Tages nicht mehr herauskommen und
unsere Seele schreit hinter dieser unüberwindlichen Mauer nach
menschlicher Nähe, nach seelischer Ausdruckmöglichkeit
nach Entfaltung. Das kann
soweit gehen, dass man körperlich einen Panzer um die Brust
fühlt (soweit sind die Gefühle schon eingeengt), man kann
sich nicht richtig freuen und auch nicht mehr weinen. Man
verarmt emotional.
Solche Menschen kommen oft nur noch in Extremsituationen oder halt
unter Einfluß von Alkohol, Drogen, Glückspiel oder anderen
emotionalen Extremsituationen an das "Gefühl". Sie
haben oft gar keine echte Emotion mehr. Für diese Menschen
kann es schön sein, "überhaupt etwas zu fühlen",
und sei es auch negativ, zerstörend, aggressiv.
Menschen, die hinter einer Maske leben, sind für
die Umwelt oft die Starken, Mutigen, Rücksichtlosen. Oft sind es schwache
Menschen, die den Starken mimen. Es sind die Menschen, die furchtbar
wütend und nachtragend werden, wenn man sie bei einer Schwäche
ertappt. Diese Menschen sind nach außen stark und nach innen
fühlen Sie sich kalt, einsam, verlassen und sehnen sich nach
Wärme und Liebe.
Ein Leben ohne Emotion, Gefühl ist wie ein leeres Leben, ein
Haus ohne Fenster und Heizung, dumpf und abgestanden.
Es ist schwer und schmerzvoll, diese Mauer der inneren
Einsamkeit zu überwinden, man muß dazu seine Schwächen
an-erkennen, die Verletzlichkeit wieder zulassen, sich die Zeit
und vor allem die RUHE geben um die Emotionen wieder zu erkennen.
Es ist ein langer Weg zurück zur Menschlichkeit, aber er ist
möglich und ist es Wert ihn zu gehen.
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